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Hintergrund

Die Themenzentrierte Interaktion (TZI) nach Ruth C. Cohn ist ein Gruppen – Interaktionsmodell, das das Anliegen der einzelnen Personen (Ich), das Interesse der Gruppe (Wir) und die gemeinsame Aufgabe, das Thema (Es) gleichgewichtig nimmt  und dabei die vielfältigen Einflüsse des Umfeldes (Globe) mit berücksichtigt. In diesem Modell wird jede Person, die Auseinandersetzung innerhalb der Gruppe  und das thematische Arbeiten gleichwertig betrachtet. Das Bewusstsein dafür wird durch die Art und Weise der Gruppenleitung und Moderation gefördert, deren Aufgabe es ist, die drei Ebenen immer gleichermaßen im Blick zu haben.

„TZI beruht auf der Arbeitshypothese, dass jede Person (Ich), die Interaktion der Gruppe(Wir) und die Arbeit an einer Aufgabe (Es) als gleichgewichtig angesehen werden sollen und gegenseitige Einfluss von Gruppe und Umfeld beachtet werden muss ... es geht darum, die Wichtigkeit jeder einzelnen Person, die Wichtigkeit der Interaktion, die Wichtigkeit des Themas (resp. der Aufgabe) und die Wichtigkeit der Wirkungszusammenhänge in und mit der Umwelt in dynamischer Balance zu halten.
Das Bewusstsein dieser Arbeitshypothese wird in allen Gruppenmitgliedern geför-dert; an ihrer praktischen Verwirklichung mitzuwirken, ist Aufgabe des TZI – Grup-penleiters“ (Cohn/Klein, Großgruppen gestalten mit Themenzentrierter Interaktion, 1993, S.133).

Systemische Organisationsentwicklung
Organisationen sind dynamische und soziale Systeme, die von Menschen gestaltet werden. Systemische Organisationsentwicklung nimmt die Prozesse in Blick, die zwischen Mitgliedern, Gruppen und Teams einer Organisation bestehen. Dynamische Prozesse werden aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick genommen und gemeinsam im Sinne einer Erweiterung von Möglichkeiten weiterentwickelt.

Systemische Organisationsentwicklung geht von der Einzigartigkeit der Menschen aus, als Teil eines Ganzen und der Organisation. Die vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen gestalten die Organisationskultur. Die Einzigartigkeit der Individuen und deren Selbstorganisationskräfte und das Wissen, Teil eines großen Ganzen zu sein, tragen zur Weiterentwicklung von Organisationen mit bei.

Die Entwicklung neuer Sichtweisen und der respektvolle Umgang der handelnden AkteurInnen ist wichtige Grundlage für Veränderungsprozesse.

In meiner Begleitung von Organisationsentwicklungsprozessen, bei der Partizipati-onsberatung und Moderation von Großgruppen sind die Themenzentrierte Interaktion (TZI) und das systemische Arbeiten Grundlage  für die Leitung von Gruppen und der Zusammenarbeit mit Menschen in ihren Organisationen.

Die grundlegende Haltung und die Verzahnung beider Zugänge in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren sind für mich wie ein Kompass: Jede einzelne Person im Prozess ist wichtig. Die Interaktion der Gruppe und das gemeinsame Arbeiten an einer Aufgabe, einem Anliegen führen zu konstruktiven und positiven Veränderungen. Es geht darum, so Ruth Cohn, „die Wichtigkeit jeder einzelnen Person, die Wichtigkeit der Interaktion, die Wichtigkeit des Themas (resp. der Aufgabe) und die Wichtigkeit der Wirkungszusammenhänge in und mit der Umwelt in dynamischer Balance zu halten. “ (Cohn/Klein, Großgruppen gestalten mit Themenzentrierter Interaktion, 1993, S.133)