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Junge Kommune

Junge Kommune - Strategie für eine zukunftsfähige Stadtgesellschaft

Die „Junge Kommune“ versteht sich als Routenplaner zum Strategischen Management für Kinder und Jugendliche. Sie ist eine Gebrauchsanweisung, wie AkteurInnen auf der kommunalen Ebene sich im unübersichtlichen Gestrüpp des kommunalen Alltags die Vorgehensweisen des strategischen Managements für eine Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen und als Beitrag für eine nachhaltige Stadtentwicklung einsetzen können.

Die Junge Kommune ist ein Konzept für eine umfassende Strategie für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung, die gemeinsam von der Bertelsmann Stiftung, der Hans-Böckler-Stiftung und der KGSt (Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) entwickelt worden ist.
www.kommunen-der-zukunft.de

Das Modell- und Entwicklungsphase des Projektes bezieht sich auf den städtischen Raum. Die Schritte auf dem Weg zu einer jungen Kommune können auch in Kommunen bis zu 50.000 EinwohnerInnen  umgesetzt werden.

Ausführliche Informationen sind im folgenden Dokument zu finden.
http://junge-listen.de/download/junge_kommune.pdf

 

Erkenntnisse aus der Partizipationsforschung

Die Bertelsmannstiftung ist seit Jahren im Feld der Partizipationsforschung aktiv. 2005 wurden die Ergebnisse ihrer bundesweiten Initiative „mitWirkung! in der Veröffentlichung „Kinder- und Jugendpartizipation in Deutschland - Daten, Fakten, Perspektiven“ vorgestellt. In dieser Studie wurde deutlich, dass folgende Einflussfaktoren von besonderer Bedeutung sind:

„Auf Seiten der Kommune die Partizipationsmöglichkeiten, zur Verfügung gestellte Ressourcen,  politische Unterstützung, Informationsstrategien.

auf Seiten der Kinder und Jugendlichen ihre Partizipationserfahrungen aus Familie, Schule und Freizeitbereich, und die Zufriedenheit, die sich mit dem Prozess und mit den Ergebnissen verbinden, ferner ihre Kenntnis bestehender Partizipationsmöglichkeiten, ihr politisches Interesse und das Partizipationsengagement ihrer Freunde.

All diese Bedingungen sind in einem Modell, dass mehrere Ebenen umfasst, zusammenzubringen.“ (aus: Kinder- und Jugendpartizipation in Deutschland, Bertelsmann-Stiftung, 2005)
http://www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_17946_17947_2.pdf

Auf der Basis dieser Erkenntnisse entwickle ich gemeinsam mit den Beteiligten aus den Kommunen passgenaue Partizipationskonzepte.

 

Online-Studie „Jugend und Demokratie“

Im Auftrag des Städtetages Baden-Württemberg wurden 2010 500 Jugendliche aus Baden-Württemberg über die Liebe zum Wohnort und die Verbundenheit zur Kommunalpolitik befragt.

Wenn z.B. der Gemeinderat sich mit dem Thema „Jugend, Beteiligung und Demokratie“ beschäftigen sollte, so könnten die Ergebnisse ein Einstieg für die Diskussion sein. Die Ergebnisse sind zu finden unter  http://www.staedtetag-bw.de/media/custom/1198_52160_1.PDF?1290499142

Die Studie wurde beim Selbstverwaltungskongress des Städtetages Baden-Württemberg 2010 in Ulm vorgestellt und diskutiert. Für diesen Kongress wurden eine Zusammenfassung sowie Folgerungen formuliert, die hier herunter geladen werden können.

 

„Demographischer Wandel“ und Partizipation von Kindern und Jugendlichen

Mit dem Thema Partizipation von Kindern und Jugendlichen hat sich 2010 der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) im Zusammenhang mit seiner intensiven Beschäftigung mit dem demografischen Wandel und den möglichen Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendhilfe beschäftigt. Eine zentrale Erkenntnis:

„Im Interesse der Tradierung ihrer demokratischen Grundprinzipien und ihrer Werte muss eine alternde Gesellschaft mehr denn je auf die Partizipation von Kindern und Jugendlichen setzen. Dabei müssen Möglichkeiten zur Förderung von Partizipation für die jungen Menschen sowohl in den Orten institutioneller Erziehung und Bildung als auch in den alltäglichen Lebenswelten in den Gemeinwesen verankert sein. Wichtig ist, dass sich Ansätze von Partizipation für die Kinder und Jugendlichen nicht als pädagogisch inszenierte Sandkästen für Beteiligung, sondern als konkrete Einflussmöglichkeiten für real gestaltbare und erfahrbare Veränderung erweisen. Vor diesem Hintergrund fällt der außerschulischen politischen Bildung eine besonders wichtige Rolle im Sinne des „learning by doing“ zu. Vielfältige Handlungs- und Lernfelder für Partizipation erschließen sich aber auch in allen anderen Aufgaben- und Praxisfeldern der Kinder- und Jugendhilfe sowie über offensive Beteiligungsstrategien im Kontext von Jugendhilfeplanung. Angesichts der absehbar erheblichen Verlagerungen im Gewicht der Alterspopulationen zu Gunsten der älteren Bevölkerungsgruppen ist es im Blick auf die Stärkung der Artikulations- und Durchsetzungschancen der Belange der nachwachsenden Generation darüber hinaus sinnvoll, mit einer Absenkung des aktiven Wahlalters auf 16 Jahre für einen zumindest partiellen Ausgleich für die demografisch bedingten Umverteilungen in der Gestaltungsmacht der Generationen zu sorgen.“ (Kinder- und Jugendhilfe im demografischen Wandel, Zusammenfassung zentraler Ergebnisse der Berichterstattung 2010, Stuttgart, 2010)
http://www.kvjs.de/fileadmin/user_upload/fachoeffentlich/jugendhilfe/jhp/demografischer_wandel/Kurz-Bericht_EF.pdf